Montenegros Nationalparks

Wer die Natur liebt und sich an atemberaubender Landschaft erfreuen möchte ist in den Nationalparks Montenegros genau richtig. Die vielfältige Naturlandschaft Montenegros machte es für mich zu einem idealen Ort für eine Wander- und Urlaubsreise. Hier erhältst du einen Überblick über die Nationalparks in Montenegro und für wen oder was sie besonders gut geeignet sind.

Nationalpark Biogradska Gora

Der Nationalpark Biogradska Gora, einer der letzten Urwälder Europas ist der kleinste Nationalpark in Montenegro. Hier findet man klare Bergseen und Flüsse, Almwiesen, schroffes Gestein und eben dichte Wälder. Der vielfältige Nationalpark bietet mehr oder weniger markierte Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, die als Tages- oder Mehrtagestouren gestaltet werden können. Als Ausgangspunkt dient oft der Ort Kolašin. Hier finden sich zahlreiche Pensionen, Hotelanlagen aber auch nette kleine Ferienwohnungen und -häuser. Insbesondere im Winter herrscht hier Hochsaison, denn die nahe Skipiste lockt den ein oder anderen Wintersportler in den kleinen Ort.

Der Nationalpark Biogradska Gora ist eher selten überlaufen. Einzig der Biogradska Jezero See, mit seinem glasklaren Wasser lockt einige Besucher an. Die Umrundung (ca. 4km) könnte daher etwas frequentierter sein.

Durmitor-Nationalpark

Der Durmitor-Nationalpark ist wohl der bekannteste und beliebteste Nationalpark und bietet sich im Sommer wie auch im Winter für Outdooraktivitäten an. Über 40 Berggipfel sind in dem ca. 400 Quadratmeter großen Park über 2000 Meter hoch. Der Park bietet viele markierte Wanderwege für unterschiedliches Niveau.

Aber auch wahre Bergtouren und Klettermöglichkeiten. Zudem kannst du hier die tiefste Schlucht Europas finden: Die Tara Schlucht. Ein besonders beliebtes Plätzchen ist auch der Crno jezero – der schwarze See.

Eine Umrundung ist im Sommer relativ einfach zu bewältigen, sofern noch Schnee liegt, kann die Tour aber ein rutschiges Abenteuer werden. Als Ausgangspunkt für Wanderungen bietet sich die Ortschaft Žabljak an. Von hier aus lässt es sich zu Fuß in den Park spazieren, denn Parkplätze sind besonders im Sommer kaum vorhanden. Im Ort findet man einige Hotelanlagen, wer es lieber beschaulich und einsam möchte findet rund um Žabljak viele Ferienhäuser und sogar einsame Waldhütten. Es ist wohl eher unwahrscheinlich, die hier noch ansässigen Braunbären und Wölfe zu entdecken. Aber auf den ein oder anderen Waldbewohner, wie den Luchs oder einen Auerhahn kann man schon mal stoßen. Auch Campingplätze sind hier zahlreich vorhanden. Im Winter lohnt sich ein Besuch für die Ausübung von Wintersportaktivitäten ebenso.

Lovcen-Nationalpark

Der Lovcen-Nationalpark liegt zwischen dem sehr frequentierten Küstenort Kontor und der kleinen Stadt Cetinje. Es ist der Nationalpark, der die imposantesten Küstenblicke ermöglicht und gleichzeitig deine Nerven bei der Autofahrt über die engen Serpentinen beansprucht. Der Lovcen-Nationalpark ist in der Regel sehr gut besucht, was die Nähe zu den Touristenhochburgen an der Küste ausmacht. Hier findest du allerdings auch die meisten kulturellen Besuchsstätten im Vergleich zu den anderen Nationalparks. Der höchste Punkt ist der Gipfel des Berges Štirovnik mit 1.749 Metern Höhe.

Auch hier gibt es markierte Wanderwege, die meisten von ihnen starten in Ivanova Korita. Hier findest du auch Restaurants und Cafés. Bedenke, dass es hier im Sommer sehr heiß werden kann.

Prokletije-Nationalpark

An der Grenze Albaniens findest du den Prokletije-Nationalpark im Süd-Osten des Landes. Hier erwarten dich zerklüftete Karstberge und eindrucksvolle Blicke Richtung Albanien und Kosovo. Der Prokletije-Nationalpark ist ein sehr junger Nationalpark und vielerorts noch wenig erforscht. Wer hier wandern möchte, der sollte Erfahrung und Kondition mitbringen. Nur wenige Abschnitte sind für Anfänger geeignet. Hier eignen sich vor allem Mehrtagestouren von Hütte zu Hütte.

Skadarsko Jezero Nationalpark

Der größte See des Balkans, der Skadar- See ist zentrales Element dies Nationalparks. Der See selbst lässt sich mit einer der angebotenen Boots- oder Kanutouren ideal entdecken und mit etwas Glück entdeckt man dabei auch Schildkröten, Schlangen, Reiher, Störche oder sogar Pelikane. Virpaza ist dabei der touristische Ausgangspunkt für Touren.

Die restlichen kleinen Ortschaften blieben bisher vom großen Tourismusboom verschont. Hier hält sogar die Eisenbahn, die Richtung Bar an die Küste fährt. Auch hier finden sich einige markierte Wanderwege, die sich durchaus auch für Anfänger eignen. Es lohnt sich zudem ein Glas Wein zu probieren, denn direkt am Skadar-See liegen die Weinbaugebiete Montenegros.

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